Smart City - blog - Die größten Herausforderungen bei der Einführung von IoT und wie man sie bezwingt
19.06.2026
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Die größten Herausforderungen bei der Einführung von IoT und wie man sie bezwingt
IoT-Projekte in der kommunalen Infrastruktur scheitern selten an der Technologie selbst. Häufiger entstehen Probleme an anderer Stelle: Die Projektziele sind unklar beschrieben, die Funkabdeckung wurde nicht geprüft, die Kompatibilität mit bestehenden Zählern wurde nicht berücksichtigt, die Integration in das Billing ist nicht vorbereitet oder die Verantwortlichen für den Betrieb nach dem Start wurden nicht festgelegt. Für Versorger, Wohnungseigentümergemeinschaften, Kommunen und Bauträger ist es besonders wichtig, dass ein Smart-Metering-System nicht nur Daten überträgt, sondern auch über Jahre hinweg stabil arbeitet, operative Aufgaben abdeckt und die Wartungskosten senkt.
Die Relevanz solcher Projekte wächst zusammen mit dem Markt vernetzter Geräte. Laut IoT Analytics erreichte die Zahl der vernetzten IoT-Geräte weltweit im Jahr 2025 21,1 Milliarden und könnte sich bis 2030 der 39-Milliarden-Marke nähern. Dies bedeutet, dass Organisationen mit noch mehr Daten, Geräten und Integrationen arbeiten werden. Dementsprechend werden auch die Anforderungen an Architektur und Betrieb von IoT-Systemen steigen.
Ein typischer Fehler besteht darin, ein Projekt mit der Auswahl eines Zählers, Funkmoduls oder Gateways zu beginnen. Dieser Ansatz wirkt schnell, führt aber häufig zu einer falschen Architektur. Ein Versorger möchte möglicherweise manuelle Ableserunden reduzieren. Ein Bauträger möchte ein Gebäude direkt mit einem fertigen Fernauslesesystem übergeben. Eine Kommune möchte den Verbrauch nach Objekten sehen und Störungen schneller erkennen. Eine Wohnungseigentümergemeinschaft möchte strittige Abrechnungen reduzieren und die Arbeit mit Bewohnern vereinfachen. Das sind unterschiedliche Aufgaben, die unterschiedliche Datenübertragungsszenarien, Plattformanforderungen und Betriebsmodelle erfordern.
Die Lösung besteht darin, mit der Beschreibung des Ergebnisses zu beginnen. Es muss im Voraus festgelegt werden, welche Daten in das System gelangen sollen, wie häufig sie benötigt werden, wer sie nutzt, wohin sie weitergeleitet werden und welche Maßnahmen nach dem Erhalt der Daten ausgelöst werden. Für ein Smart-Metering-Projekt kann das die Fernauslesung von Zählerständen, die Verlustkontrolle, die Erstellung von Berichten, die Vorbereitung von Daten für das Billing, die Batterieüberwachung, die Erfassung von Eingriffen oder die Steuerung von Serviceteam-Einsätzen sein.
Bei den Produkten von Jooby RDC wird diese Logik auf mehreren Ebenen abgedeckt: Die Produktlinie umfasst Geräte für die Erfassung von Wasser, Gas, Wärme und Strom, universelle Funkmodule, LoRaWAN-Basisstationen und die Software-Ebene – Jooby RDC Dashboard. Dieser Ansatz ermöglicht es, das System nicht als einzelnes Gerät zu planen, sondern als Kette: Zähler – Funkmodul – Netz – Server – Dashboard – Managementmaßnahme.
In vielen Projekten sind Zähler bereits installiert, Gebäude werden seit Langem betrieben, der Zugang zu den Geräten ist eingeschränkt, und die Daten werden manuell erfasst. Ein vollständiger Austausch des Gerätebestands kann in einer solchen Situation teuer, langwierig und organisatorisch aufwendig sein. Das gilt besonders für Mehrfamilienhäuser, in denen Ableser den Zugang zu Wohnungen abstimmen, Adressen mehrfach aufsuchen und Daten manuell in Abrechnungssysteme übertragen müssen.
Die Lösung besteht darin, nicht nur eine Neuinstallation, sondern auch Retrofit zu betrachten, also die Nachrüstung bestehender Geräte mit Funkmodulen und Sensoren. Dieser Ansatz ist besonders sinnvoll, wenn die Zähler weiterhin einsatzfähig sind, die Datenerfassung aber in den Fernbetrieb überführt werden soll. Vor der Einführung müssen die Kompatibilität der Geräte mit konkreten Zählermodellen, die Montagebedingungen, die Verfügbarkeit der Funkverbindung und die Anforderungen an die Stromversorgung geprüft werden.
Ein aussagekräftiges Beispiel ist das Projekt für Abonnenten von Moldovagaz. Die Aufgabe des Versorgers bestand darin, die Gaserfassung in mehrstöckigen Wohngebäuden zu automatisieren, da Ableser die Kunden häufig nicht zu Hause antrafen und dieselben Adressen wiederholt aufsuchen mussten. Im Projekt wurden 12.000 Jooby RM GM-E Funkmodule installiert, die automatische Übertragung der Messwerte wurde eingerichtet, und LoRaWAN-Basisstationen wurden für die Datenübertragung an den Server bereitgestellt. Nach der Einführung konnte das Unternehmen Zählerstände aus der Ferne erfassen, Rechnungen genauer stellen und die Belastung der Ableser reduzieren.
Dieser Fall zeigt, wie das Problem des Zugangs zu Geräten ganz einfach gelöst wird. Anstatt Ableserunden und manuelle Zählerstandserfassung als Hauptprozess beizubehalten, überführt der Versorger die Erfassung in einen automatisierten Modus und erhält Daten ohne ständige Beteiligung des Kunden.
Für LoRaWAN, NB-IoT und andere drahtlose Technologien lässt sich ein stabiler Betrieb nicht allein anhand einer Karte oder einer im Datenblatt angegebenen Reichweite im Voraus garantieren. Die Verbindung wird durch Keller, Schächte, Metalltüren, dichte Bebauung, Antennenposition, Montagehöhe des Gateways und Störpegel beeinflusst. In neuen Gebäuden entstehen Fehler häufig dadurch, dass das Messsystem getrennt von der technischen Infrastruktur geplant wird. In bestehenden Objekten entstehen sie dadurch, dass sich Geräte an Orten befinden, die für Funkverbindungen schwierig sind.
Die Lösung besteht darin, vor der Skalierung eine Funkmessung und ein Pilotprojekt durchzuführen. Im Pilotprojekt müssen reale Installationspunkte geprüft werden: Wohnungen, Keller, Technikräume, Dach, Heizraum, Pumpstationen und Schächte. Dabei sollte nicht nur untersucht werden, ob Daten übertragen werden, sondern auch die Qualität des Funksignals, die Stabilität der Zustellung, Wiederholungen, Ausfälle und der Betrieb der Geräte in verschiedenen Modi.
Für LoRaWAN-Projekte von Jooby RDC können Basisstationen und Gateways eingesetzt werden. Anschließend lässt sich der Betrieb des Netzes und der Geräte im Dashboard überwachen. Das reduziert das Risiko einer Situation, in der das System formal gestartet ist, ein Teil der Geräte jedoch instabil Daten überträgt.
Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, anzunehmen, dass ein IoT-Projekt mit der Übertragung von Messwerten endet. In der Praxis entsteht ein Wert erst dann, wenn die Daten in eine geeignete Plattform gelangen, mit Objekten, Geräten und Ereignissen verknüpft werden und anschließend für Entscheidungen genutzt werden: eine Rechnung erstellen, eine Anomalie prüfen, eine Batterie austauschen, ein Team entsenden oder den Saldo nach Gebäude oder Gebiet klären.
Die Lösung besteht darin, die Software-Ebene im Voraus zu planen. Das Dashboard sollte nicht nur Messwerte anzeigen, sondern auch Gerätestatus, Verbrauchsprotokolle, Verbindungsqualität, Störungen, Datenlücken und den Zustand des Netzes. Bei Jooby RDC übernimmt diese Rolle das Jooby RDC Dashboard, welches Zugang zu Berichten über den Ressourcenverbrauch und zu Daten über den Status von Geräten und Netz bietet.
Ein gutes Beispiel ist das Pilotprojekt im Wohnkomplex „Woschod“ in Odessa. Die Aufgabe bestand darin, die Ausgaben der Verwaltungsgesellschaft für die Ressourcenerfassung zu senken, die Datenerfassung zu automatisieren und ihre rechtzeitige Fernübertragung sicherzustellen. Im Projekt wurden 150 mehrtarifige einphasige MTX-Stromzähler mit integriertem LoRa-Funkmodul sowie 60 Jooby-Funkmodule mit zwei Impulseingängen für Wasserzähler installiert. Die Geräte wurden an das Jooby RDC Dashboard angebunden, und die Daten wurden über LoRaWAN-Basisstationen übertragen. Nach der Einführung konnte die Verwaltungsgesellschaft genaue Messwerte operativ erhalten, Salden schneller abgleichen und Berichte vorbereiten.
Für Bauträger und Verwaltungsgesellschaften ist dieser Fall wichtig, weil das Messsystem als Teil der Objektinfrastruktur angelegt wurde. Dadurch muss die Erfassung nach der Gebäudeinbetriebnahme nicht manuell „nachgebaut“ werden; stattdessen kann sofort im digitalen Datenkreis gearbeitet werden.
Wenn ein IoT-System nicht mit Billing, CRM, ERP, MDM oder einem internen Erfassungssystem verbunden ist, erhält der Betreiber nur eine weitere separate Oberfläche. Die Daten sind zwar vorhanden, aber Mitarbeitende übertragen sie weiterhin manuell, vergleichen Tabellen und korrigieren Fehler. Dadurch geht ein Teil des Automatisierungseffekts verloren.
Die Lösung besteht darin, die Integration von Anfang an in das Projekt einzubeziehen. Bereits in der Pilotphase müssen das Datenformat, die Regeln zur Geräteidentifikation, die Objektstruktur, die Exportfrequenz, die Verantwortlichen für die Fehlerbearbeitung und die Szenarien der manuellen Prüfung definiert werden. Für Versorger ist es besonders wichtig, im Voraus zu beschreiben, welche Daten als abrechnungsrelevant gelten, wie mit Datenlücken umzugehen ist, wie Anomalien erfasst werden und wie fehlerhafte Abrechnungen ausgeschlossen werden.
Der praktische Ansatz sieht wie folgt aus: Zuerst wird ein Pilotprojekt mit einer begrenzten Zahl von Objekten gestartet, danach werden die Datenqualität und die Austauschlogik mit dem Erfassungssystem geprüft, anschließend wird das Netz skaliert. Diese Reihenfolge senkt das Risiko einer teuren Nacharbeit an der Integration nach der massenhaften Installation von Geräten.
Ein IoT-System muss betrieben und gewartet werden. Geräte haben Batterien, Gateways haben Kommunikationskanäle und Stromversorgung, das Netz hat Zonen mit unterschiedlicher Abdeckungsqualität, und die Plattform hat Nutzer, Zugriffsrollen und Regelwerke. Wenn nach der Einführung keine Verantwortlichen festgelegt sind, verwandelt sich das System nach und nach in eine Sammlung von Geräten, deren Zustand niemand kontrolliert.
Die Lösung besteht darin, das Betriebsmodell im Voraus zu definieren. Es muss festgelegt werden, wer das Netz überwacht, auf fehlende Daten reagiert, Batterien prüft, Geräte austauscht, Gateways wartet, für die Integration verantwortlich ist und mit Verbraucher-Anfragen arbeitet. Für große Projekte ist zustandsbasierte Wartung sinnvoll: Das System sollte anzeigen, welche Geräte keine Verbindung mehr herstellen, wo sich die Signalqualität verschlechtert hat, welche Batterien dem Austausch nahekommen und wo die Zahl der Störungsereignisse gestiegen ist.
Für Wohnungseigentümergemeinschaften und Verwaltungsgesellschaften bedeutet das weniger manuelle Koordination. Für Kommunen bedeutet es eine transparentere Kontrolle verteilter Infrastruktur. Für Versorger bedeutet es weniger Fehler und eine höhere Datenqualität für Abrechnungen.
IoT-Projekte in der kommunalen Infrastruktur arbeiten mit Verbrauchsdaten, Objekten kritischer Infrastruktur, Netzwerkgeräten und entfernten Kommunikationskanälen. Deshalb darf Sicherheit nicht auf die Schlussphase verschoben werden. Zu den Risiken gehören unbefugter Zugriff, Datenmanipulation, schwache Netzsegmentierung, nicht verwaltete Benutzerkonten, veraltete Firmware und fehlende Kontrolle über den Geräte-Lebenszyklus.
Die Lösung besteht darin, Sicherheit auf Ebene der Geräte, des Netzes, der Plattform und der Prozesse einzuplanen. Es sollten geschützte Datenübertragungskanäle, abgestufte Zugriffsrechte, Ereignisprotokollierung, Schlüsselverwaltung, Update-Kontrolle und Infrastruktursegmentierung eingesetzt werden. Für Smart-Metering-Projekte ist das besonders wichtig: Daten müssen nicht nur erfasst, sondern auch vor Verfälschung, Verlust und unbefugtem Zugriff geschützt werden.
Der optimale Weg hängt vom Objekttyp ab, doch die allgemeine Logik ist fast immer gleich. Zuerst müssen Ziele und Daten beschrieben werden. Danach folgen Untersuchung, Auswahl der Ausrüstung, Pilotprojekt, Prüfung der Verbindungs- und Datenqualität, Einrichtung des Dashboards und der Integration sowie anschließend die Skalierung des Projekts.
Für Bauträger ist der richtige Zeitpunkt für die Einführung die Planungsphase oder die Inbetriebnahme des Objekts. So lassen sich Installationsorte für Geräte, Funkmodule, Gateways und Kommunikationskanäle im Voraus vorsehen. Für Wohnungseigentümergemeinschaften und Verwaltungsgesellschaften ist häufig Retrofit realistischer: die Nachrüstung bestehender Zähler mit Funkmodulen und die schrittweise Umstellung eines Hauses oder Wohnkomplexes auf Fernauslesung. Für eine Kommune oder einen Versorger ist es wichtig, nicht ein einzelnes Objekt, sondern das gesamte Netz zu kalkulieren: zukünftige Anschlüsse, Server-Infrastruktur, Wartung und Integration.
Die Produkte von Jooby RDC ermöglichen verschiedene Szenarien: Funkmodule und Sensoren helfen, bestehende Messpunkte zu automatisieren, Smart Meter eignen sich für neue Objekte, LoRaWAN-Basisstationen ermöglichen die Datenerfassung auf Ebene eines Gebäudes, eines Gebiets oder eines Objekt-Netzes, und das Jooby RDC Dashboard unterstützt die Arbeit mit Messwerten, Berichten und Gerätestatus. Dieser Ansatz ermöglicht einen schrittweisen Übergang zu Smart Metering: vom Pilotprojekt zu mehreren Gebäuden, danach zu einem Wohnkomplex, einem Stadtteil oder einem Objekt-Netz.
Das Hauptproblem bei der Einführung von IoT besteht nicht darin, ein Gerät „anzuschließen“. Die eigentliche Aufgabe ist es, ein stabiles System aufzubauen, in dem Geräte mit dem Objekt kompatibel sind, die Verbindung vor Ort geprüft wurde, Daten in die Plattform gelangen, die Integration mit Erfassungssystemen funktioniert und der Betrieb klaren Regeln folgt. Jooby-Projekte zeigen, dass Smart Metering dann Ergebnisse liefert, wenn die Technologie ein konkretes operatives Problem löst: Sie reduziert manuelle Arbeit, erhöht die Genauigkeit der Abrechnungen, beschleunigt die Erstellung von Berichten und stellt Daten im richtigen Moment bereit. Für Wohnungseigentümergemeinschaften, Kommunen, Versorger und Bauträger liegt genau darin der praktische Sinn von IoT – nicht mehr Geräte, sondern eine besser steuerbare Infrastruktur.
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