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22.05.2026
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LoRaWAN in Multiservice-Projekten: Gas, Wasser und Wärme in einem Netzwerk
Die Fernauslesung von Zählerständen beginnt nur selten als große digitale Transformation. Häufiger steht ein Versorgungsunternehmen, ein Bauträger, eine Kommune oder eine Eigentümergemeinschaft vor einem praktischen Problem: Die Zählerstände werden mit Verzögerung erfasst, ein Teil der Zähler ist nicht zugänglich, die Daten kommen in unterschiedlichen Formaten an, und der Abgleich nimmt zu viel Zeit in Anspruch. Wenn es nur um eine Ressource geht, lässt sich die Aufgabe noch lokal lösen. In der realen städtischen Infrastruktur werden jedoch Wasser, Gas, Wärme, Strom, Pumpstationen, Wärmeübergabestationen und technische Räume gleichzeitig genutzt.
In diesem Kontext ist LoRaWAN nicht als einzelne Kommunikationstechnologie interessant, sondern als Grundlage für ein Multiservice-Netz. Ein einziges Netz kann verschiedene Gerätetypen bedienen: Funkmodule an Wasserzählern, Gaszähler mit Impulsausgang, Wärmezähler, Leckagesensoren, Temperatur- und Drucksensoren oder Sensoren zur Erkennung geöffneter Schächte. Das ist besonders dort wichtig, wo es wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, für jede Ressource eine eigene Infrastruktur aufzubauen.
Für den Kunden lautet die zentrale Frage nicht: „Welche Technologie ist moderner?“, sondern einfacher: Kann mit einem einzigen Netz zuverlässig Daten von unterschiedlichen Objekten erfasst werden, ohne den Betrieb zu verkomplizieren und ohne eine Abhängigkeit von der manuellen Ablesung zu schaffen? Die Antwort hängt von der Projektarchitektur, der Bebauungsdichte, der Einbautiefe der Zähler, den Anforderungen an die Datenübertragungsfrequenz und der Qualität des Netzbetriebs ab.
In der kommunalen Infrastruktur hat sich lange Zeit jede Ressource getrennt entwickelt. Der Wasserversorger kümmerte sich um seine eigenen Zähler, das Wärmeversorgungsunternehmen um seine eigenen Messknoten, der Gasdienst um seine eigenen Geräte und Betriebsregeln. Auf Prozessebene ist das nachvollziehbar, auf Datenebene verursacht diese Fragmentierung jedoch zusätzliche Kosten.
Wenn jeder Dienst seinen eigenen Kommunikationskanal aufbaut, entstehen parallele Netze, unterschiedliche Auftragnehmer, verschiedene Plattformen und unterschiedliche Wartungsregeln. Für einen neuen Wohnkomplex bedeutet das mehr technische Entscheidungen bereits in der Planungsphase. Für eine Kommune wird es schwieriger, die Erfassung auf Stadtteile auszuweiten. Für eine Eigentümergemeinschaft wird es komplizierter, ein vollständiges Bild des Verbrauchs und des technischen Zustands des Gebäudes zu erhalten.
Der Multiservice-Ansatz hebt die branchenspezifischen Besonderheiten von Gas, Wasser und Wärme nicht auf. Er löst eine andere Aufgabe: Er schafft eine gemeinsame Kommunikationsgrundlage, über die verschiedene Geräte Daten an ein einheitliches System oder über Integrationen an mehrere Abrechnungssysteme übertragen können. Dadurch wird das Netz nicht zu einem „Netz für Wasserzähler“ oder einem „Netz für Wärme“, sondern zu einer Infrastruktur für städtische Daten.
Das Marktwachstum bestätigt, dass solche Lösungen nicht länger eine Nische sind. Nach Einschätzung von IoT Analytics erreichte die Zahl der weltweit vernetzten IoT-Geräte im Jahr 2025 21,1 Milliarden und könnte bis 2030 auf 39 Milliarden steigen. Für den kommunalen Bereich bedeutet dies einen schrittweisen Übergang von punktuellen Anschlüssen hin zur massenhaften Datenerfassung von verteilten Objekten.

Ein Netz – mehrere Dienste
LoRaWAN gehört zu den Funknetzen mit großer Reichweite und niedrigem Energieverbrauch. Für die kommunale Verbrauchserfassung ist diese Kombination besonders wichtig: Zähler und Funkmodule werden häufig in Kellern, Schächten, Technikschränken, Treppenhäusern oder Räumen ohne permanente Stromversorgung installiert. Das Gerät muss kleine Datenpakete übertragen und jahrelang mit Batteriestrom arbeiten, statt regelmäßige Wartung zu erfordern.
In einem typischen Aufbau liest das Funkmodul Daten vom Zähler aus oder empfängt Impulse von dessen Ausgang und überträgt sie anschließend an ein Gateway. Das Gateway ist mit dem Netzwerkserver verbunden, danach gelangen die Daten in ein Anwendungssystem: ein Monitoring-Dashboard, ein Abrechnungssystem, eine Leitstelle oder ein Gebäudemanagementsystem. Für den Endnutzer wirkt das einfach: Die Zählerstände erscheinen in der Benutzeroberfläche, ohne dass Wohnungen, Keller oder Schächte begangen werden müssen.
Die Stärke von LoRaWAN besteht darin, dass ein einziges Gateway eine große Anzahl von Geräten innerhalb eines Stadtteils, eines Wohnkomplexes, eines Industriegebiets oder eines kommunalen Objekts bedienen kann. Gleichzeitig kann das Netz privat betrieben werden: Der Kunde installiert eigene Gateways und kontrolliert die Infrastruktur. Das ist praktisch für Projekte, bei denen Abdeckung, Sicherheit und Kosten der Datenübertragung gezielt gesteuert werden müssen.
Universelle Netze ohne Einschränkungen gibt es jedoch nicht. Das Funksignal hängt vom Gelände, der Bebauungsdichte, den Baumaterialien, der Einbautiefe und der Position der Antennen ab. Deshalb ist es vor der Skalierung wichtig, eine Funknetzplanung oder ein Pilotprojekt durchzuführen: Die Verbindung sollte in Kellern, Technikräumen, Schächten und an entfernten Standorten geprüft werden. Genau solche Punkte werden am häufigsten kritisch für die Qualität des Projekts.
Die Wasserversorgung ist eines der typischsten Szenarien für LoRaWAN. Wasserzähler werden häufig in großer Zahl installiert: in Wohnungen, Gewerberäumen, gebäudeweiten Messknoten, technischen Bereichen, Pumpstationen und Schächten. Die übertragene Datenmenge ist in der Regel gering, und die Übertragungsfrequenz kann moderat sein: zum Beispiel mehrmals täglich oder nach einem festgelegten Zeitplan.
Für den Wasserversorger reduziert die Fernauslesung die Abhängigkeit von der manuellen Übermittlung der Zählerstände. Das ist besonders wichtig, wenn ein Teil der Abonnenten vergisst, Daten zu senden, der Zugang zu den Geräten eingeschränkt ist und Abrechnungen auf Schätzwerten basieren müssen. Die automatische Erfassung ermöglicht es, den tatsächlichen Verbrauch häufiger zu sehen und starke Abweichungen schneller zu erkennen.
Für Eigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen entsteht der Nutzen auf der Ebene der Bilanzierung. Wenn die Summe der Wohnungszähler von den Werten des gebäudeweiten Messknotens abweicht, ist das ein Anlass, Leckagen, nicht erfasste Anschlüsse, defekte Geräte oder Datenfehler zu überprüfen. LoRaWAN beseitigt Verluste nicht von selbst, macht sie aber für die Analyse sichtbarer.
In Wasserprojekten werden den Zählern häufig Leckage-, Druck- oder Füllstandssensoren hinzugefügt. Dadurch erweitert sich das Szenario von der Verbrauchserfassung zur Überwachung des Netzzustands. So kann beispielsweise ein nächtlicher Verbrauch auf eine versteckte Leckage hinweisen, während ein Druckabfall auf ein Problem in einem bestimmten Abschnitt hindeuten kann. Dadurch erhält die Leitstelle nicht nur Zählerstände, sondern auch frühe Hinweise auf eine mögliche Störung.

Von der Erfassung zur Kontrolle: Wie LoRaWAN hilft, Anomalien in der Wasserversorgung zu erkennen
Die Gaserfassung erfordert einen vorsichtigeren Ansatz als die Wassererfassung. Hier sind branchenspezifische Vorschriften, die Zertifizierung der Geräte, die Sicherheit der Montage und der korrekte Umgang mit den Geräten besonders wichtig. Deshalb erfolgt die Digitalisierung in Gasprojekten häufig über kompatible Funkmodule, Impulsausgänge, spezialisierte Zähler und einen streng geregelten Betrieb.
LoRaWAN kann dort nützlich sein, wo regelmäßig Zählerstände von einer großen Anzahl von Gasgeräten erfasst werden müssen, ohne häufig physischen Zugang zu ihnen zu benötigen. Dies reduziert die Zahl der Besuche bei den Abonnenten, hilft, Eingabefehler zu verringern, und gibt dem Versorger ein aktuelleres Bild des Verbrauchs. Besonders deutlich zeigt sich der Effekt im privaten Sektor, in Ferienhaus- und Wohnsiedlungen, bei verteilten Objekten und in Wohnkomplexen mit einer großen Zahl von Abnehmern.
Gleichzeitig ist es wichtig, nichts zu versprechen, was die Technologie nicht von selbst leistet. Die Übertragung von Zählerständen ist nicht gleichbedeutend mit einer automatischen Steuerung der Gasinfrastruktur. Wenn ein Projekt Fernabschaltung, Manipulationserkennung, Alarmierung oder zusätzliche Sicherheitsfunktionen erfordert, müssen diese auf der Ebene kompatibler Geräte, Vorschriften und der Betriebszulassung vorgesehen werden.
Für den Kunden ist nicht nur die Funkreichweite entscheidend, sondern auch die Zuverlässigkeit der Daten. Gaszählerstände werden für die Abrechnung verwendet, daher sind Schutz vor Nachrichtenverlust, korrekte Geräteidentifikation, ein Ereignisprotokoll und die Möglichkeit der Integration in das Abrechnungssystem wichtig. Je besser die Kette vom Zähler bis zum Billing durchdacht ist, desto weniger strittige Situationen entstehen im Betrieb.
Die Wärmeversorgung unterscheidet sich von Wasser und Gas dadurch, dass die Erfassung häufig nicht nur mit dem Verbrauchsvolumen verbunden ist, sondern auch mit Temperaturkurven, Last, Wetter, dem Betrieb von Wärmeübergabestationen und dem Zustand des Gebäudes. Deshalb kann die Fernauslesung von Wärmezählern ein erster Schritt zu einem präziseren Energiemanagement sein.
Die Internationale Energieagentur weist darauf hin, dass die Digitalisierung die Flexibilität von Fernwärmesystemen erhöht: Intelligente Wärmezähler und moderne Steuerungssysteme helfen dabei, Angebot und Nachfrage mithilfe von Daten zu Wetter, Verbrauch und Netzbetrieb genauer aufeinander abzustimmen. Für Städte und große Wohnkomplexe ist dies besonders wichtig, da Wärme weiterhin zu den kostenintensivsten kommunalen Dienstleistungen gehört.
LoRaWAN eignet sich für die Übertragung regelmäßiger Daten von Wärmezählern, Messknoten und Temperatursensoren. In einem Wohnkomplex kann dies die Kontrolle nach Gebäuden, Abschnitten, individuellen Wärmeübergabestationen oder Gewerbeflächen umfassen. Für ein Wärmeversorgungsunternehmen bedeutet es die Überwachung verteilter Knoten und den Vergleich des tatsächlichen Verbrauchs mit Berechnungsmodellen.
Für eine Eigentümergemeinschaft hilft ein solches System, besser zu verstehen, wo Verluste oder Ungleichgewichte entstehen. Wenn zum Beispiel ein Hauseingang bei ähnlicher Fläche und Außentemperatur dauerhaft mehr Wärme verbraucht, ist das ein Anlass, Einstellungen, Isolierung, Zirkulation oder den Betrieb der Anlagen zu überprüfen. Daten ersetzen keinen Ingenieur, helfen ihm aber, das Problem gezielter zu suchen.

Beispiel für den Vergleich des tatsächlichen monatlichen Wärmeverbrauchs nach Gebäuden/Abschnitten
Ein Multiservice-Netz ist besonders dort gerechtfertigt, wo die Gerätedichte ausreichend hoch ist. In einem neuen Wohnkomplex kann beispielsweise die Datenerfassung von Wohnungswasserzählern, gebäudeweiten Messknoten, Wärmeübergabestationen, Gewerbeflächen und technischen Sensoren von Anfang an vorgesehen werden. Dann bedient ein Satz von Gateways mehrere Aufgaben und nicht nur eine Art der Verbrauchserfassung.
Für eine Kommune funktioniert eine ähnliche Logik auf Stadtteilebene. Wenn ein Netz für die Wassererfassung aufgebaut wurde, kann es schrittweise auch für andere Geräte genutzt werden: Überflutungssensoren, Schachtüberwachung, Monitoring von Containerstandplätzen, Straßenbeleuchtung oder technische Objekte. Das senkt die Einstiegshürde für weitere Szenarien, weil die grundlegende Kommunikationsinfrastruktur bereits vorhanden ist.
Für Versorgungsunternehmen hilft Multiservice-Fähigkeit dabei, gemeinsame Projekte aufzubauen. Wasser, Wärme und Gas können in unterschiedlichen Abrechnungssystemen bleiben, während die Datenübertragung eine gemeinsame Kommunikationsinfrastruktur nutzt. Das ist besonders relevant, wenn der Betrieb des Netzes von einem separaten Betreiber übernommen wird oder wenn die Kommune eine gemeinsame Grundlage für städtische Dienste schafft.
Der Nutzen entsteht jedoch nur bei einem passenden Organisationsmodell. Es muss im Voraus festgelegt werden, wem die Gateways gehören, wer das Netz wartet, wer für die Qualität der Abdeckung verantwortlich ist, wie die Daten verschiedener Dienste getrennt werden und wie der Betrieb bezahlt wird. Ohne diese Vereinbarungen kann selbst eine gute Technologie zur Quelle von Streitigkeiten werden.
Vor der Einführung von LoRaWAN in einem Multiservice-Projekt sollte man nicht mit der Auswahl der Geräte beginnen, sondern mit einer Objektkarte. Wo sind die Zähler installiert? In welchen Räumen ist die Verbindung schwach? Welche Geräte verfügen bereits über Impulsausgänge oder digitale Schnittstellen? Welche Daten werden täglich benötigt, und welche müssen nur einmal im Monat erfasst werden? Diese Fragen beeinflussen sowohl die Ausrüstung als auch die Abdeckung und die Batterielaufzeit.
Die zweite wichtige Frage ist die Häufigkeit der Datenübertragung. Für die kommerzielle Verbrauchserfassung reichen häufig regelmäßige Zählerstände nach Zeitplan aus. Für Notfallsensoren ist eine ereignisbasierte Übertragung erforderlich. Für Wärmeübergabestationen kann ein häufigeres Monitoring notwendig sein. Je öfter ein Gerät Daten überträgt, desto höher ist die Belastung für Batterie und Netz. Daher müssen die Betriebsmodi zur tatsächlichen Aufgabe passen.
Die dritte Frage ist die Integration. Wenn die Daten nur in einem separaten Dashboard verbleiben, ist ihr Nutzen begrenzt. Für den Versorger ist die Übertragung in ein Abrechnungs- oder Messsystem wichtig. Für die Hausverwaltung sind Exporte, Berichte und Statuskontrolle relevant. Für die Kommune geht es um zusammengefasste Analysen nach Objekten und Stadtteilen. Deshalb muss von Anfang an klar sein, wohin die Daten gelangen und wer damit arbeitet.
Die vierte Frage betrifft Sicherheit und Zugriffstrennung. In einem Multiservice-Netz können Daten verschiedener Dienste und Objekte übertragen werden. Daher ist es wichtig, Benutzerrollen zu trennen, Geräte vor Austausch oder Manipulation zu schützen, Ereignisse zu protokollieren und Änderungen an Einstellungen zu kontrollieren. Je mehr Dienste in einem Netz arbeiten, desto wichtiger werden klare Regeln für die Verwaltung.
In Projekten zur Fernauslesung wird LoRaWAN häufig mit NB-IoT verglichen. Ein solcher Vergleich ist sinnvoll, sollte sich jedoch nicht auf die Wahl der „besten“ Technologie reduzieren. LoRaWAN wird häufiger dort gewählt, wo der Kunde sein eigenes Netz kontrollieren, Gateways auf seinem eigenen Gelände installieren und eine große Anzahl von Geräten mit vorhersehbaren Datenübertragungskosten anschließen möchte.
NB-IoT ist dagegen dort praktisch, wo eine gute Abdeckung durch einen Mobilfunkbetreiber vorhanden ist und kein eigenes Netz aufgebaut werden soll. Dies kann die richtige Lösung für verteilte Objekte sein, bei denen die Installation von Gateways wirtschaftlich nicht gerechtfertigt ist. Nach Angaben der GSMA waren bis November 2025 weltweit 140 kommerzielle NB-IoT-Netze, 129 LTE-M-Netze und insgesamt 269 mobile IoT-Netze gestartet.
In der Praxis ist bei großen Projekten eine hybride Architektur möglich. So kann beispielsweise innerhalb eines Wohnkomplexes oder Stadtteils LoRaWAN eingesetzt werden, während für entfernte Objekte NB-IoT genutzt wird. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Verbindung anhand der Installationsbedingungen zu wählen und nicht anhand einer vorab festgelegten Technologie.
Für den Kunden ist nicht der Name des Netzes entscheidend, sondern die Zuverlässigkeit des Ergebnisses: ob Zählerstände erfasst werden, ob die Abdeckung an problematischen Orten ausreicht, ob die Betriebskosten nachvollziehbar sind, ob Geräte unterstützt werden und ob eine Integration mit Abrechnungssystemen vorhanden ist. Genau diese Parameter bestimmen die Tragfähigkeit des Projekts nach dem Piloten.
Ein Pilotprojekt für LoRaWAN sollte nicht ein Präsentationsbild testen, sondern ein funktionierendes Betriebsmodell. Es reicht nicht aus zu zeigen, dass einige Geräte Daten auf einen Bildschirm übertragen. Geprüft werden müssen die Verbindung an schwierigen Standorten, die Stabilität der Übertragung, die Korrektheit der Zählerstände, die Wartungsfreundlichkeit und die Verständlichkeit der Berichte für diejenigen, die täglich mit dem System arbeiten werden.
Ein guter Pilot umfasst verschiedene Objekttypen: Keller, Technikschrank, Schacht, Raum mit dicken Wänden, obere Etagen und einen entfernten Standort. Wenn das Netz Gas, Wasser und Wärme bedienen soll, sollte im Pilotprojekt mindestens ein typisches Szenario für jede Ressource geprüft werden. Dann basiert die Entscheidung über die Skalierung auf Daten und nicht auf Annahmen.
Bewertet werden sollten nicht nur technische Kennzahlen, sondern auch die Auswirkungen auf den Prozess. Wie viele manuelle Rundgänge lassen sich reduzieren? Wie viel schneller erscheinen die Zählerstände? Wie viele Fehler bei der manuellen Eingabe entfallen? Lassen sich Kommunikationsausfälle, niedriger Batteriestand, Manipulationsversuche oder anomaler Verbrauch erkennen? Diese Fragen stehen in direktem Zusammenhang mit der Wirtschaftlichkeit der Einführung.

Kriterien für die Skalierung eines Multiservice-Projekts
In einem Multiservice-Projekt entsteht der Wert nicht durch einen einzelnen Zähler oder ein Funkmodul, sondern durch die gesamte Kette: Messung am Objekt, Datenübertragung, Überwachung des Gerätezustands und Analyse von Abweichungen. In dieser Logik können Jooby RDC-Lösungen als Infrastrukturschicht für die Fernauslesung von Gas, Wasser, Wärme und Strom genutzt werden: Sensoren, Funkmodule, Gateways und intelligente Zähler helfen dabei, Daten in LoRaWAN- und NB-IoT-Netzen zu erfassen.
Das Jooby RDC Dashboard ergänzt diese Schicht um eine Arbeitsoberfläche zur Anzeige von Zählerständen, zur Überwachung von Geräten und zur Analyse von Ausnahmesituationen. Für Versorgungsunternehmen, Hausverwaltungen oder Eigentümergemeinschaften ist dies eine Möglichkeit, die angeschlossene Infrastruktur in einer Oberfläche zu sehen: Übertragungslücken, strittige Zählerstände, Hinweise auf Leckagen und ungewöhnliches Verhalten von Geräten schneller zu erkennen.
LoRaWAN ist in Multiservice-Projekten dort nützlich, wo nicht einfach nur mehrere Zähler angeschlossen werden sollen, sondern eine stabile Grundlage für die Datenerfassung über verschiedene Ressourcen hinweg geschaffen werden muss. Gas, Wasser und Wärme bleiben unterschiedliche technische Systeme, ihre Daten können jedoch über ein gemeinsames Netz übertragen und für Verbrauchserfassung, Abweichungskontrolle, Wartungsplanung und einen transparenteren Betrieb genutzt werden. Der Erfolg eines solchen Projekts hängt nicht von der Kommunikationstechnologie selbst ab, sondern von der richtigen Architektur: Abdeckung an schwierigen Standorten, kompatible Geräte, ein klares Wartungsmodell, Integration in Abrechnungssysteme und die Bereitschaft, regelmäßig mit Daten zu arbeiten – nicht nur in der Startphase.
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