Smart City - blog - Wie LoRaWAN- und NB-IoT-Technologien beim Infrastrukturmanagement in abgelegenen und schwer zugänglichen Regionen helfen
28.03.2025
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Moderne Infrastrukturen erfordern ständige Überwachung, schnelle Reaktion auf Störungen und kontinuierliche Datenerfassung für ein effizientes Management. In Städten ist das dank gut ausgebauter Kommunikationsnetze längst Alltag geworden. Doch in abgelegenen und schwer zugänglichen Regionen, in denen kein stabiler Mobilfunkempfang besteht und der Ausbau kabelgebundener Netzwerke zu teuer oder unpraktisch ist, stellen sich große Herausforderungen.
Hier kommen Technologien des Internets der Dinge ins Spiel – insbesondere LoRaWAN und NB-IoT. Diese drahtlosen Übertragungsprotokolle ermöglichen die Anbindung entlegener Objekte an Überwachungs- und Steuerungssysteme, ohne teure Infrastruktur aufbauen zu müssen. Sie schaffen Sichtbarkeit und Kontrolle dort, wo bislang Informationslücken herrschten.
LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) hat sich besonders in ländlichen Gebieten, Gebirgsregionen und auf weitläufigen Industrieanlagen bewährt. Der größte Vorteil liegt in der Reichweite – bis zu 15 km im offenen Gelände und 2–5 km in urbaner Umgebung. Diese hohe Reichweite wird durch spezielle Modulationsverfahren und niedrige Frequenzen erreicht.
Die Technologie eignet sich hervorragend zur Überwachung von Infrastruktur wie Pumpstationen, Wetterstationen, Stromleitungen oder wasserbaulichen Anlagen. LoRaWAN-Geräte können bis zu 5–10 Jahre mit Batteriestrom betrieben werden – ein unschätzbarer Vorteil an Orten, die schwer zugänglich sind oder nur selten gewartet werden können.
Im Gegensatz zu LoRaWAN nutzt NB-IoT (Narrowband Internet of Things) bestehende Mobilfunkinfrastruktur, arbeitet jedoch in einem schmalen, speziell reservierten Frequenzband für IoT-Geräte. Dadurch können Tausende Sensoren an eine einzige Basisstation angeschlossen und Daten auch bei schwachem Signal übertragen werden – zum Beispiel in Kellern, unter der Erde oder hinter dicken Mauern.
NB-IoT ist eine attraktive Lösung für Kommunen und Versorgungsbetriebe, die vorhandene Mobilfunknetze nutzen möchten, ohne eine eigene Infrastruktur aufzubauen. In Städten wird es zur Überwachung von Straßenbeleuchtung, Luftqualität, Müllabfuhr oder Verkehrssteuerung eingesetzt – überall dort, wo Daten zuverlässig und kontinuierlich übertragen werden müssen.
Beide Technologien ermöglichen nicht nur die Erfassung von Informationen, sondern auch deren Integration in Analyseplattformen und Cloud-Systeme. So lassen sich nicht nur aktuelle Zustände überwachen, sondern auch Ausfälle vorhersagen, Wartungszyklen planen und Logistikprozesse optimieren.
Beispielsweise können Sensoren an Pipelines in Permafrostgebieten Temperaturveränderungen in Echtzeit erfassen. Mithilfe entsprechender Auswertung lassen sich Leckagerisiken frühzeitig erkennen und Maßnahmen einleiten, bevor es zu Störungen kommt.
LoRaWAN und NB-IoT sind bereits in abgelegenen Regionen Europas, Asiens und auch in Teilen Deutschlands im Einsatz. Sie ermöglichen die Überwachung von Wasserständen in Flüssen und Stauseen, die Schneelage oder seismische Aktivität, helfen bei der Zustandsüberwachung von Brücken und Straßen oder liefern Daten von Wetterstationen und Energieinfrastrukturen.
Diese Systeme funktionieren auch unter extremen klimatischen Bedingungen, arbeiten über Jahre hinweg autark und übertragen Daten zuverlässig bei minimalem Aufwand. Ihr Einsatz ist besonders in Regionen mit schwierigem Gelände, eingeschränkter Logistik und begrenztem Zugang zu Wartungspersonal von großer Bedeutung.
Vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen an Nachhaltigkeit und Digitalisierung werden LoRaWAN und NB-IoT zu unverzichtbaren Bausteinen intelligenter und ressourcenschonender Infrastruktur. Sie helfen, Serviceeinsätze zu reduzieren, Energie und Kraftstoff zu sparen, Ausfallzeiten zu minimieren und die Betriebseffizienz zu steigern.
Diese Technologien erweitern nicht nur den Handlungsspielraum im Infrastrukturmanagement, sondern setzen auch neue Maßstäbe – selbst abgelegene Orte werden zu aktiven Teilen eines digitalen Ökosystems. Das ist keine Zukunftsvision mehr – es ist Realität, die sich bereits heute etabliert.
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