Versorgungsunternehmen, Bauträger und Kommunen denken immer häufiger über die Fernablesung von Zählerständen nach. Automatisierung verspricht Transparenz, geringere Verluste, Einsparungen bei Ablesediensten und eine höhere Kundenzufriedenheit. In der Praxis bleiben viele Projekte jedoch bereits in der Budgetplanung stecken. Die Anschaffung tausender Zähler, deren Installation, der Aufbau einer Kommunikationsinfrastruktur sowie Server- und Softwarelösungen erfordern erhebliche Investitionen.
Besonders deutlich wird dies in kleineren Städten, neuen Wohnanlagen oder bei Wohnungseigentümergemeinschaften, wo jeder Investitionsschritt gut begründet sein muss. Die Digitalisierung wird dann auf „später“ verschoben, obwohl technologisch längst alles bereitsteht. Genau hier setzt ein Modell an, das die Spielregeln verändert – NB-IoT-Zähler als Service.
Der klassische Ansatz sieht den einmaligen Kauf von Hardware und Infrastruktur vor. Das Modell „Zähler als Service“ funktioniert anders: Der Kunde erwirbt die Geräte nicht, sondern erhält ein vollständig funktionsfähiges System gegen eine monatliche Gebühr oder einen Preis pro Messpunkt. Darin können die Zähler selbst, NB-IoT-Funkmodule, die Netzanbindung, eine Datenplattform und der technische Support enthalten sein.
Im Kern ist dies die Übertragung des SaaS-Prinzips aus der IT-Welt in den Bereich der Verbrauchserfassung. Anstelle hoher Anfangsinvestitionen entstehen planbare Betriebskosten. Projekte lassen sich mit wenigen Dutzend oder Hunderten Messpunkten starten und schrittweise ausbauen – ohne finanziellen Schock für die Organisation.
NB-IoT ist ein Kommunikationsstandard, der speziell für das Internet der Dinge entwickelt wurde. Er nutzt lizenzierte Mobilfunkfrequenzen, bietet eine hervorragende Gebäudedurchdringung bis in Keller und Schächte und ermöglicht eine Batterielaufzeit von bis zu zehn Jahren. Für Wasser-, Gas-, Wärme- und Stromzähler ist dies eine ideale Umgebung.
Im Kontext des Service-Modells eliminiert NB-IoT einen weiteren Kostenfaktor: den Aufbau eines eigenen Netzes. Es sind keine Basisstationen, Gateways oder private Funkinfrastrukturen notwendig. Die Anbindung erfolgt über bestehende Mobilfunknetze der Betreiber. Dadurch können Projekte selbst an verteilten Standorten innerhalb weniger Wochen gestartet werden.
Für Versorger liegt der größte Nutzen in der schnellen Umsetzung und Planbarkeit. Budgets müssen nicht über Jahre hinweg in Hardware gebunden werden. Das System beginnt sofort Mehrwert zu liefern: Daten werden automatisch erfasst, manuelle Eingabefehler entfallen, Auffälligkeiten im Verbrauch und Leckagen werden frühzeitig erkannt.
Zudem erlaubt das Abonnementmodell eine flexible Skalierung. Man kann mit einem Pilotgebiet, einem Gebäude oder einer begrenzten Kundengruppe beginnen, den wirtschaftlichen Effekt bewerten und erst danach erweitern. Dieser Ansatz reduziert Risiken und erleichtert Entscheidungen auf Managementebene.
Für Bauträger werden intelligente Zähler zunehmend Teil des Mehrwerts einer Immobilie. Werden sie jedoch direkt in den Quadratmeterpreis eingerechnet, steigen die Kosten und der Verkauf wird schwieriger. Das Service-Modell ermöglicht die Einführung digitaler Erfassung ohne spürbare Verteuerung des Projekts: Das System wird an die Verwaltung oder Eigentümergemeinschaft übergeben, die Kosten verteilen sich über die Zeit.
Eigentümergemeinschaften erhalten ein fertiges Werkzeug zur Hausverwaltung, ohne hohe Einmalumlagen erheben zu müssen. Transparente Verbrauchsdaten, weniger Streit über Ablesewerte und geringere Verluste werden schnell zu greifbaren Vorteilen für die Bewohner. Digitalisierung wird vom abstrakten Konzept zum alltäglichen Service.
NB-IoT-Zähler als Service sind nicht nur ein Mittel, um den Einstieg zu erleichtern. Sie bilden eine Strategie für schrittweise Entwicklung. Zunächst entsteht eine Basisinfrastruktur für die Verbrauchserfassung, darauf folgen Analysefunktionen, die Integration in Abrechnungssysteme, vorausschauende Wartung und neue digitale Services für Endkunden.
Diese Evolution ist besonders wichtig für Kommunen und große Betreiber, bei denen Veränderungen Zeit und Abstimmung erfordern. Die Möglichkeit, klein anzufangen und das Budget nicht zu gefährden, macht die digitale Transformation realistisch. Intelligente Verbrauchserfassung ist damit kein „Projekt der Zukunft“ mehr, sondern ein heute verfügbares Werkzeug.
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