25.12.2025 68

Campusgelände, Schulen, Krankenhäuser: Wie ein einheitliches LoRaWAN/NB-IoT-Erfassungssystem die Infrastruktur verändert

Moderne Campusgelände, Bildungseinrichtungen und medizinische Zentren wachsen rasant, und zwar nicht nur räumlich, sondern auch hinsichtlich der Komplexität ihrer inneren technischen Netze. Wasserver- und -entsorgung, Heizung, Stromversorgung, Belüftung und Sicherheit erfordern regelmäßige Kontrolle, schnelles Reagieren und transparente Berichterstattung. Doch herkömmliche Erfassungsmethoden, die auf manuellen Rundgängen oder lokalen kabelgebundenen Lösungen basieren, werden den Dimensionen solcher Objekte längst nicht mehr gerecht.

Drahtlose LPWAN-Technologien wie LoRaWAN und NB-IoT treten an die Stelle dieser veralteten Ansätze. Sie ermöglichen eine einheitliche digitale Umgebung zur Überwachung von Hunderten oder Tausenden Geräten, stellen Datenzugang ohne Personaleinsatz sicher und erlauben die flexible Integration von Hardware verschiedener Hersteller. Für große Komplexe bedeutet dies nicht nur eine technische Modernisierung, sondern einen Übergang zu einem völlig neuen Modell des Ressourcenmanagements.

Warum große Einrichtungen ein einheitliches Erfassungssystem benötigen

Campusgelände und öffentliche Einrichtungen haben eine wesentliche Gemeinsamkeit: eine weitläufige, oft heterogene technische Infrastruktur. Auf einem Gelände können dutzende Gebäude stehen, jedes mit seinen eigenen Verbrauchsknoten und Technikräumen. Die manuelle Datenerfassung führt zu Verzögerungen, Ungenauigkeiten und dazu, dass Abweichungen kaum frühzeitig erkannt werden können.

Zudem sind Wartungsteams gezwungen, mit fragmentierten Informationen zu arbeiten, was die Planung von Reparaturen und die Optimierung des Ressourcenverbrauchs erschwert. Mit steigenden Energie- und Wasserkosten entwickelt sich das Fehlen aktueller Daten zu direkten finanziellen Verlusten. Ein einheitliches digitales Erfassungssystem synchronisiert Prozesse und macht die gesamte Infrastruktur steuerbar.

Vorteile von LoRaWAN und NB-IoT für die Automatisierung großer Areale

LoRaWAN und NB-IoT wurden für die weitreichende Kommunikation von Geräten mit minimalem Energieverbrauch entwickelt. Ihr wesentlicher Vorteil besteht in der Fähigkeit, Sensoren und Zähler zu betreiben, die über große Entfernungen hinweg oder in komplexen baulichen Umgebungen installiert sind. Dies ist besonders relevant für Campusgelände, Krankenhäuser und Schulen, in denen Funksignale mehrere Stockwerke, Kellerräume und technische Schächte zuverlässig durchdringen müssen. In solchen Projekten werden Jooby-Radiomodule und –Sensoren, die auf den Standards LoRaWAN und NB-IoT basieren, direkt in Messgeräte und technische Systeme integriert und gewährleisten eine stabile drahtlose Datenübertragung selbst unter anspruchsvollen Funkbedingungen.

Zur Erfassung und Aggregation der Daten kommen LoRaWAN- und NB-IoT-Gateways zum Einsatz, die Informationen von Hunderten oder Tausenden von Geräten empfangen und an Cloud- oder lokale Monitoring-Systeme weiterleiten. Der Einsatz von Jooby-Gateways ermöglicht es, die Netzabdeckung an die jeweilige Gebäude- oder Gelände­struktur anzupassen — von einzelnen Gebäuden bis hin zu verteilten Arealen — und das Netzwerk ohne Austausch der bereits installierten Hardware zu skalieren. 

Drahtlose Netzwerke machen eine aufwendige Verkabelung überflüssig und beschleunigen dadurch die Modernisierung von Objekten erheblich. Geräte mit Radiomodulen können bis zu zehn Jahre mit Batteriestrom betrieben werden, während die zentrale Datenerfassung über Gateways ein ganzheitliches Bild des Ressourcenverbrauchs nahezu in Echtzeit liefert. Dadurch wird die Implementierung von Monitoring-Lösungen skalierbar, wirtschaftlich und wartungsarm.

Was sich anschließen lässt und wie das System funktioniert

Bereits heute lassen sich über LoRaWAN/NB-IoT intelligente Wasser-, Wärme-, Gas- und Stromzähler anbinden, ebenso Leckagesensoren, Temperatur- und Feuchtesensoren, Luftqualitätsmesser und Geräte zur Zustandsüberwachung. Dank eines einheitlichen Übertragungsprotokolls kommunizieren all diese Geräte über eine zentrale Infrastruktur und bilden ein integriertes Monitoring-Ökosystem.

Die Informationen werden in einer Cloud-Plattform gesammelt, wo sie analysiert, prognostiziert und in Berichten aufbereitet werden können. Das System informiert über ungewöhnliche Ereignisse – sei es ein Wasserleck im Schuluntergeschoss oder ein plötzlicher Energieverbrauchssprung in einem Krankenhausflügel. Dadurch erhalten Wartungsteams ein Werkzeug für schnelles Reagieren, ohne dass permanente Rundgänge nötig sind.

Ökonomischer und organisatorischer Nutzen für Betreiber und Kommunen

Für Versorgungsunternehmen und Kommunen bedeutet ein einheitliches Erfassungssystem vollständige Transparenz bei Abrechnungen. Alle Daten werden automatisch und sicher übertragen, was Fehler, menschliche Einflussfaktoren und Streitfälle ausschließt. Für Wohnungsverwaltungen und Betreiber großer Anlagen ist es darüber hinaus eine Möglichkeit, Betriebskosten durch frühzeitige Problemerkennung zu reduzieren.

Zusätzlichen Nutzen bietet die Analyseebene: Ineffiziente Verbrauchsbereiche können identifiziert, Werte zwischen Gebäuden verglichen und Modernisierungsmaßnahmen auf Basis realer Daten geplant werden. Über mehrere Jahre hinweg sind es gerade solche strategischen Entscheidungen, die den größten finanziellen Nutzen bringen und den Komfort für Nutzer der Einrichtungen erhöhen.

Der Übergang zur digitalen Infrastruktur als strategischer Schritt

Für große Einrichtungen ist die Einführung von LoRaWAN/NB-IoT weit mehr als ein technisches Update. Sie ist ein strategischer Schritt hin zu prädiktivem Ressourcenmanagement. Diese Grundlage ermöglicht zukünftige Dienstleistungen wie automatische Verbrauchsregulierung, intelligente Wärmebalance, Umweltmonitoring und erweiterte Sicherheitsfunktionen.

Je früher Einrichtungen auf eine einheitliche digitale Plattform umsteigen, desto einfacher lassen sich neue Lösungen skalieren und zusätzliche Sensoren integrieren. So erhalten Campusgelände, Schulen und Krankenhäuser eine steuerbare, effiziente und verlässliche Infrastruktur, die den wachsenden Anforderungen und der zunehmenden Komplexität moderner Objekte gewachsen ist.

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